Funktionalität von Preactor

Wenn Sie sich entscheiden, in ein APS-Tool zu investieren, möchten Sie natürlich sicher gehen, dass all Ihre Anforderungen in diesem Tool abgebildet werden können. Preactor bietet breite Funktionalität im Standard, unsere Experten individualisieren die Lösung zusätzlich und schaffen so ein maßgeschneidertes Paket. In unseren Projekten haben wir eine Vielzahl an individuellen Planungsregeln und Optimierungsalgorithmen erfolgreich umgesetzt, wir kennen die Möglichkeiten, wie man rasch und effizient die gewünschte Lösung abbildet.

Hier möchten wir die häufigsten Fragen beantworten, die uns Kunden im Zusammenhang mit der Toolauswahl stellen:

Ist die Abbildung meiner Produktionstechnologien möglich?

Fabrik AußenEs sind sämtliche Produktionstechnologien abbildbar – vom Handarbeitsplatz bis zur vollautomatisierten Fertigungslinie. Hierbei ermöglicht Preactor:

  • industriespezifische Regeln und Einschränkungen zu berücksichtigen
  • einen manuellen oder regelbasierten Split von Produktionsaufträgen durchzuführen
  • Berücksichtigung von mehreren Alternativ-Maschinen
  • Berücksichtigung von Überlappung aufeinanderfolgender Produktionsschritte

 

Ordnet Preactor die einzelnen Arbeitsschritte der richtigen Maschine zu? Kann es mit Alternativmaschinen umgehen?

Preactor berücksichtigt immer, auf welcher Maschine bzw. Maschinengruppe ein Produkt gefertigt werden kann.

Alternativmaschinen

Folgende Belegungsregeln werden dabei beispielsweise bei Erstellung des Produktionsplans berücksichtigt:

  • Berücksichtigung von unterschiedlichen Maschineneigenschaften
  • Technische Dimensionen des Produkts
  • Zulassung/Qualifizierung der Maschine
  • Technologie
  • Materialeinschränkungen

Preactor kann auch regelbasierte Präferenzen für eine Maschine einer gleichartigen Maschinengruppe berücksichtigen (unterschiedliche Laufgeschwindigkeit, unterschiedliche Kostensätze). Zudem ist Preactor flexibel und ermöglicht die Berücksichtigung von Sekundäreinschränkungen unterschiedlichster Art, wie z.B. Werkzeuge, Transportmittel, Platz, Fördermittel/Leitungen und Strom/Energie.

 

Kann Preactor Rüstzeiten optimieren (Rüstoptimierung)?

Instandhaltung FräsePreactor ermöglicht die Berücksichtigung von Rüstmatrizen, unter anderem bei:

  • Materialwechsel / Werkzeugwechsel
  • Berücksichtigung von notwendigen Vorbereitungen auf Basis hinterlegter Logik
  • Berücksichtigung von Stammdaten für Rüstvorgänge

Weiters können auch zusätzliche Regeln für periodisch auftretende notwendige Stopps (z.B. Qualitätskontrolle), ereignisbasierte Stopps (z.B. Betriebsstörungen) oder regelbasierte Stopps (z.B. Werkzeuganpassungen) berücksichtigt werden.

Können externe Bearbeitungsschritte („Outsourcing“) geplant werden?

Das System kann sowohl interne als auch externe Produktionsschritte berücksichtigen. Dies kann entweder im ERP-System hinterlegt oder regelbasiert entschieden werden. Zudem berücksichtigt Preactor auch vorbereitende Produktionsschritte wie z.B. Reinigung, Trocknung etc.

 

Prüft Preactor die Materialverfügbarkeit – welche Materialien können geprüft werden?

MaterialverfügbarkeitPreactor prüft die Materialverfügbarkeit aller Materialien der Stückliste. So wird die Verfügbarkeit aller, für den Arbeitsschritt notwendigen, Materialien schon vorab sicher gestellt. Preactor berücksichtigt dabei die aktuelle Verfügbarkeit des Materials auf Lager, die zukünftige dispositive Verfügbarkeit und andere Parameter, wie z.B.: Wiederbeschaffungszeiten, Zeiten für Qualitätskontrolle, Zeiten für Transport etc.

Wir empfehlen dabei einzuschränken, welche Materialien geprüft werden sollen.
So stellen Sie sicher, dass die Aufmerksamkeit auf wesentliche Materialien gelenkt wird, die Verfügbarkeitsprüfung von C-Materialien sollte nicht Aufgabe des Produktionsplaners sein.

Auch der umgekehrte Weg ist möglich: Preactor kann zunächst ohne Berücksichtigung der Materialtermine planen und “Action Lists” für den Einkauf erzeugen, die entsprechend abgearbeitet werden müssen.

Preactor kann regelbasiert einen Vorschlag für das zu verbrauchende Material liefern – mögliche Varianten sind z.B.: “Verbrauche immer das Los mit dem kürzesten Haltbarkeitsdatum”, “Verbrauche nach dem FIFO Prinzip“ oder auch alternative regelbasierte Materialpositionen. Zusätzlich können auch Berichte über die Reichweite von Materialien erzeugt werden, welche als Grundlage für die Beschaffung dienen. Bei Unterschreitung von Mindestbeständen von Hilfsmaterial können Meldungen als Warnung versendet werden.

 

Wie User-freundlich ist Preactor? Wie lange dauert es, bis der Planer mit dem neuen Tool umgehen kann?

Innerhalb weniger Schulungstage ist der Planer in der Lage, Preactor zu nutzen. Die volle Funktionalität des APS-Tools steht zur Verfügung.

Außerdem ermöglicht Preactor, menübasierte- und feldbasierte Anpassungen von individuellen Werten, wie z.B. für Parameteranpassungen von Prozess- und Lieferzeiten, Maschinenzyklen, Personalkapazitäten, etc. schnell und einfach durchzuführen.

Preactor erstellt automatisch einen Produktionsplan, der alle vorgegebenen Regeln und Einschränkungen berücksichtigt. Der Plan ist für den Bediener immer nachvollziehbar, weil die Planungsregeln im Projekt gemeinsam erarbeitet werden. Daher erreicht der Kunde mit Preactor rasch die Akzeptanz der Anwender.

Der Planer hat die Möglichkeit, das Ergebnis manuell mittels Drag & Drop zu übersteuern. Zusätzlich können auch automatisierte Warn-/Sperrhinweise erstellt werden. Preactor kann einen beliebig wählbaren Zeitraum planen und der Zeitraum kann zu jedem Zeitpunkt angepasst werden.

Wie erfolgt die Personalplanung in Preactor?

PersonalplanungPreactor ermöglicht die Abbildung von Personalverfügbarkeiten über Standard-Schichtpläne. Diese können individuell angepasst werden und zum Beispiel minutengenau um Pausen und andere Kalender-Ereignisse ergänzt werden. Zudem können automatisiert Daten aus HR-, PEP-Systemen (Personaleinsatzplanung) oder anderen Vorsystemen verarbeiten werden.

Die Planung des Personaleinsatzes kann auf 2 Arten erfolgen:

  • Variante 1: Preactor erstellt einen Produktionsplan und berücksichtigt dabei die verfügbare Anzahl der Mitarbeiter als Einschränkung
  • Variante 2: Preactor erstellt einen Produktionsplan auf Basis der Maschinenverfügbarkeit und gibt den Personalbedarf als Ergebnis bekannt.

Diese beiden Varianten können auch je Ressource/Technologie parallel verwendet werden.

 

Wie geht Preactor mit Wartungsaufträgen oder anderen Spezialaufträgen um?

MannanMaschinePreactor ermöglicht die Berücksichtigung von Wartungsaufträgen, sofern sie im ERP-System oder MES System vorgesehen sind. Gibt es keine Wartungsaufträge in anderen Systemen, können diese auch manuell oder regelbasiert in Preactor erzeugt werden. Bei der Wartung der Werkzeuge kann auch der Werkzeugbau bzw. die Instandhaltungsabteilung (inkl. Mitarbeiter) mitberücksichtigt werden. Zudem kann das System auf Basis der Daten aus dem MES – System regelbasierte vorgeschriebene Wartungen einplanen (z.B. alle 25.000 Schuss). Das System kann auch Infos zu einem Werkzeug anzeigen.

 

Wie sieht es mit Reporting & Visualisierung des Planungsergebnisses aus?

QlikSense CockpitPreactor speichert alle Daten in einer SQL-Datenbank ab. Durch ein Archivierungskonzept können historische Datenstände bei der Erstellung von Reports/Berichten berücksichtigt werden. Die Visualisierung ist in Form eines Gantt-Charts, Balkendiagramm etc. möglich und Verknüpfungen zu anderen Systemen (BI-Tools) und File-Exports (xls, csv, doc, etc) werden unterstützt. In Preactor können auf Grund der offenen SQL-Datenbank auch benutzerdefinierte Berichte erstellt werden und diese können auch automatisiert (Zeitpunkt oder Ereignis – gesteuert) per Mail an definierte Adressaten versendet werden.

Zusätzlich bietet MCP ein Cockpit auf Basis des Bi-Tools QlikView an, um die Produktion immer optimal im Blick zu behalten.

Welche Möglichkeiten zur Optimierung des Produktionsplans sind vorhanden?

Preactor liefert bereits im Standard Optimierungsregeln. Zusätzlich können individuelle Optimierungsregeln erstellt werden – alles was sich logisch beschreiben lässt, kann auch abgebildet werden. Der Kunde hat die Möglichkeit, unterschiedliche Optimierungsregeln auszuwählen, eine Gewichtung der Planungsparameter vorzunehmen und damit Szenarien zu erstellen. Der Planer kann die Ergebnisse mehrerer What-if-Szenarien im KPI – Cockpit vergleichen und den besten Plan auswählen und freigeben.

Eine andere Form der Szenarioerstellung ist die Abwandlung eines Produktionsplans in mehreren Varianten (Simulation). Preactor ermöglicht das Speichern und Laden unterschiedlicher Planszenarien.

Wenn Kostensätze zu Maschinen, Personal etc. vorhanden sind, kann ein kostenoptimaler Produktionsplan erstellt werden. Eine übersichtliche Darstellung der Auslastung aller Ressourcen wird im System angezeigt.

Produktionsaufträge sind kombinierbar durch das manuelle oder regelbasierte Zusammenfassen von Produktionslosen (Losgrößenoptimierung).